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Weitere Windparks in Heiden?

Zu der Veranstaltung der "Windkraft Heiden" reichte der Saal bei Dunckhöfner gerade aus, um die 200 interessierten Zuhörer aufzunehmen, die sich von Anton Wissing, dem Geschäftsführer der Heidener Windkraftgesellschaft, sowie von Dr. Katrin Gehles von der Energieagentur NRW und dem Wirtschaftsprüfer Hermann Mußenbrock erläutern ließen, welche Möglichkeiten und Chancen es gibt, zusätzlich zu den bereits bestehenden noch weitere Windkraftanlagen in Heiden zu errichten und daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Nach Auffassung von Anton Wissing sollten vier jeweils 200 m hohe Windmühlen im Bereich Branden westlich der A 31 und nördlich der Rekener Straße und drei weitere im Bereich Elven im Süden Heidenes errichtet werden. Wissing versprach, dass der größte Teil der Wertschöpfung für diese Anlagen in Heiden verbleiben solle und jeder Bürger das Recht erhalte, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen.

Borkener Zeitung: "Bürgerwindpark II" >> vorgestellt

Der Rat der Gemeinde Heiden hat jetzt darüber zu entscheiden, was in dieser Angelegenheit politisch gewollt ist. Die entsprechende Ratssitzung findet am 20. März 2012 statt.

Wesentlich weniger Besucher, nämlich rund 100 Personen, hatten am 1. Dezember 2011 ihren Weg in die Westmünsterlandhalle gefunden, um sich von einem neutralen Gutachter über den Stand der möglichen Ausweisung von weiteren Windenergiekonzentrationszonen in Heiden zu informieren. Eigentlich war die Veranstaltung dazu gedacht - und u. a. auch von der SPD-Fraktion ins Spiel gebracht worden -, den Ratsmitgliedern ein Bild von der Akzeptanz zusätzlicher neuer Windkraftanlagen in Heiden zu vermitteln.

Diese Aufgabe hat die Versammlung eindeutig nicht erfüllt. Das lag aber nicht am Referenten oder an den anwesenden Zuhörern, sondern an denen, die nicht gekommen waren. Obwohl das Thema Windenergie nach der Atomkatastrophe von Fukushima und dem Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland wieder hochaktuell in Heiden ist und zahlreiche Investoren auf der Matte stehen, waren unter den Zuhörern keinerlei kritische Stimmen zu hören. Kein Wunder; denn die Zuhörerschaft bestand zum großen Teil aus Landwirten, die entweder selbst zu den Investoren gehören möchten oder ihre Flächen gewinnbringend verpachten können. Der so genannte "Wutbürger", der sich immer dann schrecklich aufregt, wenn die Baukräne anrücken, die gewaltigen Flügel sich zu drehen beginnen und die roten Positionslichter die Nacht erhellen, glänzte durch Abwesenheit.

Herr Winterkamp vom gleichnamigen Ingenieurbüro erläuterte in einem exzellenten Vortrag, wo es in Zukunft im Gemeindegebiet Heiden möglich sein kann, neue zusätzliche Windkraftanlagen zu errichten. Dabei stellte er insgesamt 5 Zonen vor, die in Frage kommen und näher untersucht werden sollten.

Die Presseberichterstattung, das komplette Standortkonzept sowie eine Karte mit den untersuchten Prüfkomplexen für das Gemeindegebiet Heidens können Sie hier bei uns im Internet zu Ihrer eigenen Information herunterladen.

 

Borkener Zeitung: Nur noch wenige weiße Flecken >>

 

Borkener Zeitung: Kommentar "Die Mühlen-Strategie" >>

 

Standortkonzept  Windenergienutzung in Heiden (5 MB)>>

 

Karte Gemeindegebiet Heiden: Prüfkomplexe für Windenergiezonen (5,5 MB) >>

 

 

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